Re: Der kleine Saal
von Elinor Howard » Mo 15. Feb 2010, 14:50
Lächelnd ging sie auf ihren Sohn zu und begrüßte ihn liebevoll. Er bot ihr den Arm und gemeinsam gingen sie auf William und seine Tochter Mary zu.
Nachdem die Höflichkeiten ausgetauscht waren, gab Elinor das Zeichen, dass das Essen aufgetragen werden konnte.
Sie selbst nahm in der Mitte der Tafel Platz. Zu ihrer Rechten saß William, der Vater der Braut und zu ihrer Linken der Sohn und dessen Braut.
Immer wieder warf sie verstohlen einen Blick auf die beiden Brautleute und lächelte. Sie schienen sich gut zu verstehen und das beruhigte sie doch.
Nach einer kurzen Ansprache, in der sie die Gäste begrüßte und ihnen alle ein schönes Fest wünschte, gab sie dem Barden noch ein Zeichen und das Essen wurde von leiser Musik begleitet.
Entspannt lehnte sie sich zurück, nahm den Kelch, den sie sich mit William teilte und genoß den schweren, roten Wein.
Nun, Lady? William blickte sie fragend an. Seid Ihr zufrieden? Es scheint ein angenehmes Fest zu werden. Er spießte ein Stück Wild auf sein Messer und reichte es ihr lächelnd.
Dankend nahm sie das Messer und pflückte mit den Lippen das Stück Fleisch. Sie kaute genüßlich und erfreute sich an der Situation. Seine Augen sprachen Bände und ein leichtes Kribbeln lief ihren Rücken hinunter.
Ja William, ich hoffe doch, dass es ohne Zwischenfälle verläuft. Sie beugte sich zu ihm und flüsterte: Ich weiß nur nicht, was ich von der Begleitung halten soll die Jack mitgebracht hat. Er hat mich gar nicht darüber informiert.
William sah ihr Strinrunzeln, als sie ihm zuflüsterte und nickte. Wir werden sie im Auge behalten. Was befürchtet Ihr denn genau? Sie macht doch einen anständigen Eindruck? Im Gegensatz zu uns vielleicht? Unbemerkt von den Anderen zwinkerte er ihr verschwörerisch zu und ließ seine Hand auf ihrem Bein liegen.
Kurz stockte ihr der Atem bei dem Zwinkern und der folgenden Berührung, dann schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen.
William bitte. Wir sind doch nicht allein hier. Tadelnd war der Blick der ihn traf, aber heiß das Gefühl, dass ihr durch den Körper schoss.
Die Bediensteten eilten geschäftig im Raum umher, brachten Getränke an den Tisch, trugen Essen ab und wieder auf. Bis das Essen sich dem Ende neigte und Elinor die Tafel aufhob.
Meine Lieben Gäste, begann sie und schaute die Tafel hinauf und hinab. Nach dem reichhaltigen Essen, darf nun getanzt werden. Auch für Spiele ist gesorgt.
Sie deutete in eine Ecke des Saals in dem Tische aufgebaut wurden. Dort konnten Kartenspiele probiert werden und Schach gespielt werden.
Elinor setzte sich um ihren Wein auszutrinken und beobachtete wie ihr Sohn mit seiner Braut den Tanz eröffnete.
Ein schönes Paar, sinnierte sie und schaute lächelnd zu William.
Nun, meine Liebe. Dann darf ich wohl um diesen Tanz bitten? Er stand auf, verbeugte sich galant vor ihr und hielt ihr die Hand entgegen.
Natürlich Wiliam. Elinor legte anmutig ihre Hand in seine und ließ sich von ihm in die Mitte des Saales führen.
